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Säure-Basen-Ausgleich

Der pH-Wert ist die Messgröße für das Säure-Basen-Verhältnis in einer Flüssigkeit. Unter gesunden Bedingungen sind sämtliche Körpergewebe leicht basisch, ebenso wie Blut, Lymphe, Speichel und Hirnwasser (pH = 7,4). Die Drüsen im Körper besitzen einen noch basischeren pH-Wert (z.B. auch die Bauchspeicheldrüse pH = 8,2 - 8,5). Dies ist wichtig, damit der menschliche Körper optimal funktionieren kann. Damit der pH-Wert des Blutes konstant gehalten werden kann, verfügt es über sogenannte Puffersubstanzen. Diese bewirken, dass sich der pH-Wert des Blutes nicht sofort ändert, sobald Säuren ins Blut abgegeben werden. Mithilfe dieser Puffersubstanzen können Säuren ausgeglichen (neutralisiert) und der pH-Wert konstant gehalten werden.

Eine Ausnahme stellt der Magen dar, welcher als Barriere gegenüber Keimen und zur Verdauung Magensäure produziert. Leicht saures Milieu findet man ebenfalls zur Abwehr von Keimen in der Scheide und auf der Haut. Während anfallende Säuren aus dem Blut schnell entfernt werden, trifft dies für die Mikroumgebung von durchblutungsgestörten oder chronisch entzündeten Gewebe nicht mehr zu.

Entstehen im Körper mehr saure Stoffwechselprodukte als neutralisiert und ausgeschieden werden können, so kommt es langfristig zu einer Säurebelastung des Organismus. Der Säure-Basen-Haushalt gelangt ins Ungleichgewicht und kann nur noch suboptimal arbeiten, der Körper greift nun auf andere Mechanismen zurück, die dem Ungleichgewicht entgegenwirken. Beispielsweise lagert der Körper überschüssige Säure zunächst im Bindegewebe ab, um sie später wieder herauszulösen und auszuscheiden, wenn das Blut wieder über ausreichend Mineralsalze verfügt. Bei länger anhaltendem Mangel an basischen Mineralsalzen und einer gleichzeitig weiter bestehenden Säurebelastung greift der Körper auf Mineralien aus eigenen Beständen zurück, z.B. auf Calcium aus den Knochen, was längerfristig zu Osteoporose führen kann. Es handelt sich um einen schleichenden - manchmal über Jahre andauernden - Prozess.

Die Säurebelastung des Gewebes hat sich inzwischen zu einem Hauptmechanismus der Entstehung von chronischen Krankheiten und Krebs herausgestellt.

Ursachen einer vermehrten Säurebelastung des Organismus sind:

  1. eine vermehrte Säureaufnahme über die Ernährung durch häufigen Verzehr saurer bzw. säurebildender Nahrungsmittel wie Fleisch, Wurst, Käse, Eier, Süßigkeiten, Kaffee u. Alkohol, Fast Food sowie Essen in Hektik und spät abends, zuviel Stress, Entzündungsprozesse und Medikamente
  2. eine verminderte Basenaufnahme durch zu wenig Konsum basischer bzw. neutraler Nahrungsmittel, wie Gemüse, Obst, Getreide, Kartoffeln, zu wenig Mineralien (u.a. Vollkornprodukte, Nüsse)
  3. eine verminderte Säureausscheidung durch Bewegungsmangel, Flüssigkeitsdefizite und zu wenig Schwitzen, zu wenig frische Luft

Die Folgen einer Übersäuerung des Körpers sind häufig die Ursachen vieler, auch chronischer Erkrankungen. Oft entwickeln sich bei Symptomen wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Ekzeme, Stimmungsschwankungen, Sodbrennen, Muskel- und Gelenkbeschwerden, Allergien, Haar- und Nagelwuchsstörungen nach langer Zeit chronische Erkrankungen wie z.B.:

  • Gicht
  • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  • Osteoporose
  • Herzleiden
  • Grauer Star (Linsentrübung)

Auch neuzeitliche Erkrankungen wie das Fibromyalgiesyndrom, das chronische Erschöpfungssyndrom, stehen mit dem Säure-Basen-Haushalt in Verbindung.

Bei der Suche nach den Entstehungsursachen einer Säureüberbelastung sind wir Ihnen gern mit Beratung zur Ernährung und Lebensgewohnheiten behilflich. Unterstützend wenden wir dabei auch Procain-Basen-Infusionen an.

Dabei handelt es sich um eine naturheilkundliche Behandlung. Die Kosten werden nicht von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) getragen. Gerne erstellen wir für Sie einen Kosten- und Heilungsplan.

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   Dr. med. Bettina Döring
   Fachärztin für
   Allgemeinmedizin
   und Naturheilverfahren

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99438 Bad Berka

Tel.:

(036458) 3 13 57

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